Die Quinoa-Zubereitung

Quinoa kochen – so gelingt der beliebte Inka-Reis

Quinoa kennt man in den Anden bereits seit 5.000 Jahren. Dennoch hat es das Korn erst in den letzten Jahren auch international auf die Speisekarten geschafft. Als glutenfreie Getreidealternative ist Quinoa auch für Menschen mit Zöliakie bekömmlich und ist ebenso vielseitig einsetzbar wie Reis. Doch ähnelt auch die Zubereitung von Quinoa der von Reis? Wir verraten Dir das Quinoa-Grundrezept und viele weitere Zubereitungsmöglichkeiten.

Wie kocht man Quinoa? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bei der Zubereitung von Reis gibt es zwei gängige Methoden: Zum einen die Wassermethode, bei der Du den Reis in der bis zu sechsfachen Menge an Wasser köchelst und vor dem Servieren abgießt. Zum anderen die Quellmethode, bei welcher der Reis dann gar ist, wenn er etwa die doppelte Menge an Wasser gänzlich aufgesogen hat. Letztere ist auch beim Kochen von Quinoa die Methode der Wahl – allerdings musst Du Quinoa vor dem Garen präparieren.

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  1. Wiege die gewünschte Menge an Quinoa ab und gib sie in ein feinmaschiges Sieb, damit die kleinen Körner nicht abhandenkommen. Falls Du keines zur Hand hast, nimm einfach ein sauberes Küchentuch oder einen Kaffeefilter.
  2. Nun spülst Du die Quinoa gründlich unter fließendem, am besten lauwarmem Wasser ab. Diesen Schritt solltest Du auf keinen Fall überspringen, denn an der Schale des Urkorns haften sogenannte Saponine, die für einen bitteren Geschmack sorgen. Durch das Abspülen lösen sie sich, der Kochvorgang reicht dafür nicht aus.
  3. Gib die Quinoa in einen Kochtopf und füge die doppelte Menge an Wasser sowie eine Prise Salz hinzu. Für einen kräftigeren Geschmack sorgen bei deftigen Quinoa-Rezepten Gemüse- oder Fleischbrühe.
  4. Nun bringst Du den Topfinhalt zum Kochen und reduzierst die Hitze anschließend auf eine mittlere Stufe. Bei geschlossenem Deckel dauert es nun etwa 12 bis 15 Minuten, ehe die kleinen Körner die Flüssigkeit vollständig aufgesogen haben. Falls Du Quinoa gerne besonders weich genießt, kannst Du den Topf nach Ablauf der Garzeit noch einige Minuten auf der heißen Herdplatte quellen lassen. Um zu verhindern, dass die Quinoa anbrennt, solltest Du immer wieder umrühren und gegebenenfalls etwas Wasser nachgießen. Vor dem Servieren kannst Du nach Belieben einen Schuss hochwertiges Olivenöl hinzugeben – das beugt Verklumpen vor und unterstreicht den natürlichen, nussigen Geschmack des Korns.
  5. Um Quinoa zu kochen, kannst Du im Übrigen auch auf einen Reiskocher zurückgreifen. Die Vorgehensweise ist hier im Grunde die gleiche: Du benötigst die doppelte Menge an Flüssigkeit und etwas Salz und lässt den Reiskocher dann die Arbeit machen. Auch die Garzeit von etwa 15 Minuten bleibt bestehen. Besonders praktisch: Der Reiskocher hält die Quinoa auf Temperatur, wenn Du sie nicht sofort servierst.
Quinoa zubereiten mal anders

Quinoa ist Dir gekocht zu langweilig? Sie lässt sich auch wunderbar in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl etwa 3 bis 5 Minuten knusprig braten. So erzeugst Du köstliche Röstaromen, die sich gut mit mediterranen Gewürzen oder Chili und Kurkuma ergänzen lassen – je nachdem, ob Du die Quinoa zu einem italienischen oder einem mexikanischen Gericht reichst. Falls Du die Körner als Süßspeise genießen möchtest, kannst Du statt Wasser auch Kuh- oder Pflanzenmilch zum Kochen von Quinoa verwenden. So wird Quinoa besonders cremig und lässt sich gut mit etwas Zimt, Rosinen, Nüssen und frischen Früchten verfeinern.

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Gekochte Quinoa ist übrigens vielseitiger, als Du vielleicht denkst: Nicht nur als Reisersatz macht sich das wandelbare Andenkorn gut. Wenn Du sie etwas länger köcheln lässt, nehmen die kleinen gelben Samen eine breiige Konsistenz an und lassen sich – sobald sie etwas ausgekühlt sind – zum Beispiel zu vegetarischen Burgerpatties verarbeiten. Die Menge an Kalorien von gekochtem Quinoa liegt übrigens bei etwa 120 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Nicht nur gekochte Quinoa erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Auch gepufft findet man das Korn in den Supermarktregalen. In dieser Form kannst Du es zum Beispiel gut im Müsli oder als Topping von Salaten genießen. Quinoa puffen kannst Du übrigens ebenfalls selbst:

  1. Um die Rückstände der Bitterstoffe vollständig zu entfernen, solltest Du die Quinoa auch vor dem Puffen unter fließendem Wasser spülen.
  2. Anschließend lässt Du die Körner gründlich trocknen – entweder bei Zimmertemperatur über Nacht, oder bei 150 Grad Celsius im Ofen bei leicht geöffneter Tür. Dafür breitest Du die Quinoa am besten auf einem Backblech oder in einer Auflaufform aus; es ist wichtig, dass möglichst an jedes Korn Luft gelangt.
  3. Ist die Quinoa trocken, kannst Du einen tiefen Topf auf mittlere Temperatur erhitzen – trocken oder mit etwa 15 Milliliter Öl, je nachdem ob Du Fett sparen oder die Körner etwas knuspriger möchtest.
  4. Nun bedeckst Du den Boden des Topfes mit einer dünnen Schicht Quinoa. Ist der Topf ausreichend heiß, dauert es in der Regel nur wenige Sekunden, bis die Körner puffen. Wenn Du den Topf schwenkst und den Deckel nur leicht auflegst, stellst Du sicher, dass nichts anbrennt und der Dampf entweichen kann. Nach maximal 5 Minuten sollte der Vorgang beendet sein. Nun kannst Du die Quinoa auf einem Backblech auskühlen lassen.

Gepuffte Quinoa dehnt sich nicht so sehr aus wie Mais- oder Reiskörner, entfaltet aber ein besonders intensiv-nussiges Aroma. Kühl und trocken gelagert, kannst Du gepufften Quinoa mindestens einen Monat lang aufbewahren.

Quinoa kochen: Kinderleicht mit Uncle Ben’s

Du möchtest Quinoa essen, hast aber keine Zeit, die gelben Körner erst zu waschen und dann zu kochen? Mit den vorgegarten Expressprodukten von Uncle Ben’s sparst Du Dir die lange Vorbereitungszeit, wenn Dich der Hunger plagt – in 2 Minuten sind sie verzehrfertig. Du hast hier die Wahl zwischen verschiedenen Mischungen: Natur-Reis & Quinoa bietet Dir einen ausgewogenen Mix aus Quinoa und Natur-Reis und dient damit sowohl als Protein- als auch als Kohlenhydratquelle. Die mediterrane Würzung passt gut zu Tomate, Zucchini und Co., schmeckt aber auch pur. Der 5-Korn-Mix enthält neben Natur-Reis und Quinoa auch Wildreis, Hirse und Gerste und passt mit seiner dezenten Würzmischung aus Paprika, Kreuzkümmel und Sojasauce gut zu asiatischen Gerichten. Deftig-mexikanisch wird es mit dem 3-Korn-Mix aus Natur- und Wildreis und roter Quinoa, der mit Bohnen, Chili, Knoblauch und Tomatenmark verfeinert ist.

Wenn Du Deine Beilagen naturell bevorzugst, kannst Du auch auf die praktischen Kochbeutel von Uncle Ben’s zurückgreifen. Sie enthalten lediglich Langkornreis und rote Quinoa, entweder pur oder in Kombination mit Couscous beziehungsweise Buchweizen und Weizenkörnern. Spülen ist hier trotz Quinoa übrigens nicht notwendig; Uncle Ben’s hat die Bitterstoffe bereits sorgfältig für Dich entfernt. Die vorportionierten Beutel sind in 10 bis 12 Minuten gar – Deine nächste ausgewogene Mahlzeit ist also blitzschnell zubereitet.