Eine Quinoa-Pflanze

Quinoa:
Der Wundersamen
aus Südamerika

Erst vor einigen Jahren ist das Superfood Quinoa in Europa angekommen. Dabei gehört es in vielen Kulturen bereits seit Jahrtausenden zu den Grundnahrungsmitteln! Ob im Müsli oder in einem Salat: Dank ihres milden Geschmacks ist Quinoa ein echter Allrounder in der Küche und bildet eine nahrhafte Grundlage für jedes Gericht. Doch was genau macht den Wundersamen so besonders?


Was ist Quinoa überhaupt?

Oftmals wird Quinoa als Getreide bezeichnet, das ist jedoch nicht korrekt. Das Gleiche gilt für die Annahme, Quinoa sei eine Reissorte – auch wenn die Zubereitung beider Nahrungsmittel ähnlich ist.

Eine Quinoa-Pflanze

Die Quinoa-Pflanze zählt zur Familie der Gänsefußgewächse und ist mit Spinat, Roter Bete und Mangold verwandt. Da sie jedoch ähnliche Inhaltsstoffe wie echte Getreidearten hat und entsprechend verwendet wird, ist sie ein sogenanntes Pseudogetreide.

Wie ist die Quinoa-Pflanze aufgebaut?

Die Quinoa-Pflanze besteht aus verzweigten Stängeln und verfügt über die charakteristischen rhombischen Blätter mit gezähntem Rand. Aus den grünlichen Blüten bilden sich nussähnliche Früchte. Die einjährige Kulturpflanze wird oftmals bis zu zwei Meter groß.

Sowohl die Blätter als auch die Samen der Quinoa-Pflanze sind essbar, wobei Letztere besonders beliebt sind. Die Samen ähneln kleinen Hirsekörnern und kommen in drei Farbtönen vor: schwarz, rotbraun und weiß.

Qunioa mit Tomate, Rucola und Limettte

Weiße Quinoa

ist die hierzulande eher verbreitete Variante. Sie hat einen milden Geschmack und hat die kürzeste Kochzeit von 10 bis 15 Minuten.

Rote Quinoa

wird beim Kochen braun. Sie hat einen nussigen Geschmack, der sich leicht von der helleren Quinoa-Sorte unterscheidet.

Schwarze Quinoa

eignet sich ideal für Salate, da sie beim Kochen bissfest bleibt. Diese Sorte schmeckt süß und hat eine längere Kochzeit von 15 bis 20 Minuten.

Ein Mann und eine Frau kochen Quinoa

Quinoa kochen: So bereitest du das Superfood richtig zu

Quinoa ist nicht nur unglaublich lecker, sondern auch gesund. Der Wundersamen ist eine ausgezeichnete Proteinquelle, die den menschlichen Körper mit allen notwendigen Aminosäuren versorgen kann.

Quinoa richtig kochen

Herkunft der Quinoa: Woher kommt der Samen?

Ursprünglich kommt Quinoa aus den Andenregionen Südamerikas, wo sie seit 5.000 Jahren angebaut wird. In Ländern wie Bolivien, Ecuador und Chile gehört das Superfood zu den Grundnahrungsmitteln.

Die Quinoa-Pflanze erfordert keine besondere Pflege und passt sich problemlos an raues Klima und schlechte Böden an. Aus diesem Grund wird sie zusammen mit Amarant dort angebaut, wo Getreidearten wie Mais und Weizen nicht überleben können – nämlich auf einer Höhe von bis zu 4.000 Metern.

Geerntete Quinoa-Pflanzen

Während der spanischen Eroberungszüge wurde der Anbau des sogenannten Inkakorns verboten. Das Ziel der Spanier war es, die einheimischen Völker zu schwächen. So blieb Quinoa in Europa bis zu den neunziger Jahren völlig unbekannt.

Anbau von Quinoa: Wie wächst die Pflanze?

Die Quinoa-Pflanze ist sehr robust und genügsam. Niedrige Temperaturen, karger Boden und Trockenheit machen ihr nichts aus. Selbst dort, wo keine Getreidearten überleben können, wird die Quinoa-Pflanze erfolgreich gedeihen.

Quinoa liebt Sonne. Überschüssige Feuchtigkeit und Staunässe können ihr wiederum schaden. Für den Anbau ist ein lockerer und unkrautfreier Boden am besten. Auch Felder, auf denen bereits Kartoffeln oder Mais geerntet wurden, eignen sich für das Pseudogetreide.

Der Anbau von Quinoa erfolgt Mitte April und die Ernte findet zwischen September und Oktober statt. Es ist wichtig, die Körner nur bei trockenem Wetter zu sammeln. Erfolgt die Ernte von Hand, können die Quinoa-Bündel bei Bedarf kopfüber zum Trocknen aufgehängt werden.

Ein Alpaka auf einer Wiese in den Anden, einem großen Anbaugebiet von Quinoa

Anbaugebiete von Quinoa: Wo wird Quinoa angebaut?

Die Kulturpflanze wächst weiterhin in allen Ländern der Andenregion, wobei Kleinbauern für den Großteil der Produktion verantwortlich sind. Peru, Bolivien und Ecuador zählen zu den Hauptproduzenten (95 Prozent der weltweiten Produktion) des Inkakorns.

Quinoa ist heute wichtiger denn je. Die pflegeleichte Pflanze liefert viele Nährstoffe und bietet eine gute Alternative, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Aufgrund der steigenden Nachfrage wurde Quinoa auch auf anderen Kontinenten erfolgreich kultiviert. So wird sie bereits in den USA, Indien, Kenia und einigen europäischen Ländern angebaut.

Blick auf ein Quinoa Anbaugebiet in Deutschland

Quinoa-Anbau in Deutschland

Auch in Deutschland verbreitet sich der Anbau der Kulturpflanze. Mittlerweile sind 60 deutsche Betriebe in die Erzeugung von Quinoa eingestiegen und kommen so der steigenden Nachfrage für regional erzeugte Lebensmittel entgegen.

Die Quinoa-Pflanze fühlt sich vor allem in wärmeren Regionen Deutschlands wie dem Rhein- oder Donautal wohl.

Warum ist Quinoa so gesund?

  • Quinoa enthält Aminosäuren.
  • Quinoa ist glutenfrei.
  • Quinoa enthält wichtige Vitamine, Nährstoffe und Mineralien.

Das perfekte Duo: Quinoa mit Reis

Quinoa und Reis lassen sich problemlos in einem Gericht kombinieren, denn sie passen geschmacklich perfekt zueinander. Das milde nussige Aroma der Quinoa steht in einem angenehmen Kontrast zu dem kräftigeren Geschmack von Reis. Beides ist in den gelingsicheren Reis & Korn-Mischungen von Uncle Ben’s zu finden – entweder im praktischen Expressbeutel oder als klassischer Kochbeutel.

Mit einer herzhaften Sauce, Gemüse oder anderen frischen Zutaten ergibt Quinoa eine ausgewogene Mahlzeit, die auch köstlich schmeckt. Die dazu passenden Reissorten und Saucen findest du bei Uncle Ben’s.

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