Die Reispflanze, ein Bauer bei der Ernte

Reispflanze:
Eine der ältesten
Nutzpflanzen der Welt

Eine wahre Überlebenskünstlerin und eine der wichtigsten Kulturpflanzen der Welt: die Reispflanze. Sie kommt ursprünglich aus Asien und wird heute auf allen fünf Kontinenten angebaut. Sie wächst unter verschiedenen Wetterbedingungen, sowohl auf trockenem als auch auf überschwemmtem Boden.

Reis gehört zum Grundnahrungsmittel für die Hälfte der Weltbevölkerung und wird nicht umsonst als das Korn des Lebens bezeichnet.


Vielfalt der Reispflanzen

Zu der Gattung Reis gehören 24 Arten weltweit, die wiederum in Tausende Sorten unterteilt sind. Allerdings haben nur zwei davon die Bedeutung „Kulturpflanze“: die afrikanische und die asiatische Reispflanze. Die zweite Art unterscheidet sich wiederum in drei Unterarten, die auch hierzulande verzehrt werden:

Indica
  • Langkornreis mit schlanken Körnern
  • Länge der Körner: mindestens sechs Millimeter
  • Gehört zu den Reispflanzen, die auch Trockenperioden überstehen
  • Beim Kochen nehmen die Körner wenig Flüssigkeit auf und bleiben locker
  • Die schmalen, glasigen Körner sind weiß oder schimmern leicht gelblich
  • Hauptanbaugebiete: Südostasien, Südasien, Madagaskar, Karibik, Süden der USA
  • Bekannte Sorten: Jasmin-Reis, Basmati-Reis
Japonica
  • Der Rundkornreis hat eine ovale Form
  • Länge der Körner: maximal 5,2 Millimeter
  • Der Kern der Körner ist weich und nimmt viel Flüssigkeit auf
  • Hauptanbaugebiete: Ostasien, Arabien, Südamerika, Australien
  • Durch seine klebrige Konsistenz eignet er sich ideal für Milchreis, Risotto oder Sushi
Javanica
    Der Mittelkornreis wird als eine Varietät innerhalb der Japonica-Unterart gesehen.
  • Mischform aus Langkorn- und Rundkornreis
  • Länge der Körner: zwischen 5,2 und 6 Millimetern
  • Hauptanbaugebiet: Italien
  • Gegart ist er weich und leicht klebrig
  • Der Mittelkornreis eignet sich gut für Risotto

Aufbau der Reispflanze

Reispflanzen zählen zu der Familie der Süßgräser. Ursprünglich wurde der Reis auf trockenem Boden angebaut, doch im Laufe der Jahrhunderte hat er sich zu einer Sumpfpflanze entwickelt. Die Wurzeln der Reispflanze verfügen über ein Belüftungsgewebe, sodass sie direkt aus dem Wasser wachsen kann. Die Pflanze ist eine einjährige Gräserart und wird jede Saison neu angebaut.

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Reisanbau: Wie kommt der Reis zu uns?

Reisanbau wird seit mindestens 7.000 Jahren betrieben und Reis als Nahrungsmittel geerntet. Endlose Wasser-Felder, die den Himmel widerspiegeln und grüne, stufenartige Terrassen, die den Atem rauben. Die Produktion von Reis ist nicht nur essenziell für die Weltbevölkerung, sondern auch wunderschön.

Alles über Reisanbau

Wie sieht eine Reispflanze aus?

Die Reispflanze besteht aus mehreren Halmen, die zwischen 50 und 150 Zentimetern hoch werden. An diesen Halmen bilden sich schmale Blätter und mehrere lange Rispenblüten.

Zur Erntezeit trägt dieser rispenförmige Blütenbestand 30 bis 200 Ährchen, aus denen anschließend Reiskörner gewonnen werden.

 

Eine Reispflanze in einer Hand

Aufbau des Reiskorns

Aufbau eines Reiskorns

Reiskorn im Querschnitt

Eine Reispflanze kann bis zu 300 Reiskörner enthalten. Jedes Korn ist von einer Schale umgeben, der ogenannten Deckspelze. Diese ist nicht für den Verzehr geeignet und wird nach der Reisernte beim Dreschen entfernt. Darunter befinden sich die stärkehaltige Frucht, ein Keimling und eine mehrschichtige Silberhaut. Letztere besteht aus den Frucht- und Samenschalen sowie einer proteinhaltigen Aleuronschicht.

Größe und Gewicht eines Reiskorns

Reissorte Reiskorn Größe Reiskorn Dichte Reiskorn Gewicht
Rundkornreis Max. 5,2 mm 0,81 - 0,85 kg/l 20 – 30 mg
Mittelkornreis 5,2 - 6 mm 0,80 - 0,83 kg/l 20 – 30 mg
Langkornreis Min. 6 mm 0,75 - 0,85 kg/l 20 – 30 mg

Was ist der Unterschied zwischen Vollkorn- und weißem Reis?

Sowohl brauner als auch weißer Reis kommen von ein und derselben Reispflanze. Der Unterschied beider Reissorten liegt in der Verarbeitung der geernteten Reiskörner.

Die Reispflanze - Vollkornreis unverarbeitet

Vollkornreis

Der Vollkornreis (auch als Naturreis oder brauner Reis bekannt) wird bei der Verarbeitung von der Deckspelze befreit, behält jedoch noch das Silberhäutchen und den Keimling. Das Silberhäutchen enthält die wertvollen Nährstoffe, die beim Naturreis erhalten bleiben. Im Vergleich zum geschliffenen Reis ist diese Reissorte dunkler und hat eine längere Kochzeit.

Die Reispflanze - Weißer Reis unverarbeitet

Weißer Reis

Weißer Reis wird bei der Verarbeitung geschliffen. Die Körner werden gereinigt und die Silberhäutchen vom Reiskorn poliert. Dadurch kommt die weiße, schimmernde Farbe zum Vorschein.

Beim Schleifen der Reiskörner gehen zwar viele Nährstoffe verloren, ihr Geschmack wird jedoch weicher und feiner. zumdem ist weißer Reis länger haltbar und hat eine kürzere Kochzeit als Vollkornreis.

Ist Wildreis auch eine Reispflanze?

Nun, sein Name täuscht. Denn der dunkle Wildreis wird aus einer Wasserpflanze geerntet, die ebenfalls ein Süßgras ist.

Wildreis (oder Wasserreis) kommt vor allem in China und Nordamerika vor, wo er ein wichtiges Nahrungsmittel der Ureinwohner Amerikas war. Die ein bis drei Meter hohe Wasserpflanze wächst vor allem an Fluss- und Seeufern und wird auch heute traditionell von einem Kanu aus geerntet.

Die Körner zeichnen sich durch ihren nussigen Geschmack aus und gelten als Delikatesse. Wildreis wird oft gemischt mit Langkornreis angeboten.

Die Reispflanze: eine Schüssel mit ungekochtem Langkorn & Wildreis

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Verschiedene Reissorten in kleinen Bambus Schiffchen

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